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11/03/2021

Weekly #10 März – Weltfrauentag

In dieser Woche war der Weltfrauentag – die Presse ist voll von Dokumentationen zum Thema Frauen, Gleichberechtigung, Equal Pay, Parität, sogar Ehegattensplitting. Hier ein paar Streiflichter …  Das fanden wir bei EWMD Society interessant:

In der EU gibt es viele wohlklingenden Richtlinien zur Gleichstellung der Geschlechter. Wenn es um die Umsetzung geht, haben viele Staaten keine Eile - auch beim Eintreten für nationale Regeln in Brüssel.  Tagesschau: Von Astrid Corall, ARD-Studio Brüssel

Interview mit Rita Süßmuth: Ich werde nicht aufhören zu kämpfen
Nach 40 Jahren Einsatz für mehr Frauenbeteiligung zieht Rita Süssmuth eine düstere Bilanz. Vor allem in der Politik sei wenig erreicht worden. Fortschritt gebe es immer nur nach Kampf, sagt sie im Gespräch mit tagesschau.de. Süssmuth: Wenn ich nur die Zeit von 1980 bis 2020 anschaue, sind wir mit der politischen Beteiligung von Frauen in der CDU nicht weiter gekommen. Die Grünen haben von Anfang an alles anders gemacht und wirklich durchgegriffen. Sie haben bereits 1986 bei Gründung ihrer Partei den Frauenanteil paritätisch festgelegt, also 50:50 Frauen und Männer. Mehr zu Parität lesen!

Dieser Beitrag ergänzt sehr gut unsere erste Veranstaltung zum Thema Parität in den Parlamenten. Hier geht es um Parität bei den Gerichten.

Die Richterinnen am Bundesgesetzhof BGH sind schon seit Jahren in der Minderheit, obwohl mittlerweile sehr viele gute Juristinnen ausgebildet würden: "Es gibt immer noch die gläserne Decke für hochqualifizierte Frauen und das sehen wir jedes Jahr aufs Neue bei den Bundesrichterwahlen, wo eben nicht 50:50 vorgeschlagen wird und wo nicht 50:50 gewählt wird", sagt Petra Wersig, Präsidentin  des Deutschen Juristinnenbundes, einer Frauenorganisation in der Justiz. Mehr zu Parität lesen!

Ein Blick auf die Geschlechterverteilung bei der Bezahlung mache jedoch eine Geschlechterhierarchie deutlich. Mitte 2019 seien 71,5 Prozent der verbeamteten Lehrkräfte an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen Frauen. In der Besoldungsgruppe A12 liege der Anteil der Frauen bei 87 Prozent, er sinke auf 31,8 Prozent in der Besoldungsgruppe A16. „Der gleiche Trend gilt für die angestellten Lehrkräfte“. „Das gleiche Prinzip beobachten wir auch in den Kitas – Frauen erleben die unmittelbare Diskriminierung beim Zugang zu Leitungsfunktionen und damit auch dem Gehalt hautnah.“

Schade, es hat niemand gefordert, dass es mehr Männer im Lehrberuf gibt!

Manager Magazin – „Digitalvorständin Sabina Jeschke verlässt die Bahn. Das zeigt erneut: Die Konzern-Spitze hat ein Problem mit Frauen in Führungspositionen. Von Anfang an zeichneten hohe Konzernkreise ein Bild von ihr, das die Quereinsteigerin als schrullig abwertete.“ (Dabei hat die schwedische Professorin ein tolles Profil (siehe Pressemeldung DB). Der Skandal an sich: „Statt der Maschinenbau-Professorin (Vorstand Digital) übernahm der gelernte Jurist und Sozialpädagoge Ronald Pofalla die Aufgabe – und genoss sichtlich die vielen PR-Termine, die mit diesem aufwendigen Vorhaben verbunden sind.“ Soweit das Manager Magazin.

Wir würden das wohl eindeutig als übergriffig bewerten. Ein Thema für den Aufsichtsrat, wenn Vorstände Stress haben – aber die Professorin zog es vor, ihre Karriere an der Universität fortzusetzen. Schade für die Bahn. Da nützt es auch nichts, wenn man die Sprache gendert: Statt >der Arbeitgeber Deutsche Bahn< heißt es nämlich ab jetzt >die Arbeitgeberin Deutsche Bahn<. Ob das was nützt, wenn Frauen so behandelt werden? Wohl kaum. Warum die Bahn Digitalisierung und Künstliche Intelligenz braucht? Dazu ein Beitrag vom Jahr 2020 mit Frau Jeschke im Video.

„Nach Angaben des Deutschen Städte- und Gemeindebunds sind es derzeit gut neun Prozent. Bis vor kurzem habe man noch geschätzt, dass jedes zehnte Rathaus von einer Frau geführt werde.“ Über den eigentlichen Skandal wird nie berichtet: Es gibt gar keine Statistiken darüber (muss man per Hand auszählen), denn das Geschlecht der Bürgermeister*innen wird nicht überall erfasst. Eine interessante aktuelle Studie gibt mehr Aufschluss: Frauen führen Kommunen.

Ehegattensplitting – der Angriff der Ministerin Giffey - Handelsblatt

„Die Besteuerung läuft falsch“, sagte Giffey dem Handelsblatt. „Das müssen wir ändern.“ Mit dem Ehegattensplitting werde die klassische Ein-Verdiener-Familie gefördert. Das führe zu dem Fehlanreiz, dass Frauen zu Hause blieben oder in Teilzeit gingen. „Steuerlich sollte es also einen Anreiz geben, dass beide arbeiten“, sagte Giffey.

Bundesfrauenministerin Franziska Giffey hat am 5. Februar gemeinsam mit Gwladys Awo, Erste Vorsitzende des Vereins Lessan e.V., einen Schutzbrief der Bundesregierung vorgestellt, um Mädchen vor weiblicher Genitalverstümmelung zu schützen. Weltweit sind 200 Millionen Frauen betroffen, in Deutschland 68.000. Das Video zur Pressekonferenz hier anschauen.

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