• Home
  • |
  • Blog
  • |
  • Weekly # 20 , Mai – stürmisch

22/05/2021

Weekly # 20 , Mai – stürmisch


Stürmische Woche: Ministerin Franziska Giffey tritt zurück, Justiz-Ministerin Christine Lambrecht übernimmt das Ressort kommissarisch. Es wird heftig über die Frauenquote diskutiert in SPD und CDU– kommt das Gesetzt noch? -.- Verbale Attacken auf Politikerinnen -.-Überstunden und Kurzarbeit in Corona-Zeiten, neue Ordnung der Arbeit? -.- Emissionshandel macht CO2 Emissionen teurer -.-  Lidl: Topmanagerin Melanie Köhler geht –.- Neun Prominente Frauen aus dem Sport fordern den DFB auf, mehr Frauen in Führung zu bringen – ging heftig durch die Medien. -.– Sexismus in der Finanzbranche. Ein Saulus wird zum Paulus und berichtet aus eigener Erfahrung. -.-  Sprache und Gendern, Vorstände gendern nicht gern – Studie. -.- Humane Marktwirtschaft: Diskussion mit Dr. Thomas Sattelberger und Gästen.

Baerbock wird angegriffen (Bericht aus Österreich – Kurier)

Verbale Angriffe in den klassischen Medien (weiße alte Männer) greifen die Kandidatin Baerbock hart an. Fake News und Hass im Netz – Angriffe haben zugenommen (Wenn schon in der Presse so locker über sie hergezogen wird, sind die Ausschreitungen in den Sozialen Medien nicht verwunderlich …. oder vielleicht sogar provoziert? Ebenso erging es Ministerin Giffey, ohne Wertschätzung für ihre Arbeit, kritisiert wegen der Doktorarbeit, die deutschen Medien übersehen das gern - oder wettern mit. Anmerkung d.R.)

Es geht nicht um Lehrer*innen und Krankenschwestern. Welche Folgen die zusätzliche Arbeitsbelastung für Arbeitnehmer haben kann, zeigte zu Wochenbeginn eine besorgniserregende Studie: So sollen fast 750.000 Menschen pro Jahr sterben, weil sie zu viel arbeiten. Das Risiko steigt ab 55 Stunden pro Woche. Auslöser dieser Veröffentlichung war die Anfrage der Linken-Abgeordneten Jessica Tatti, die die Zahlen angefordert hatte «Die Beschäftigten haben schlichtweg mehr Arbeit auf dem Tisch, als sie in der vertraglichen Arbeitszeit schaffen können.» Jahr für Jahr leisteten Beschäftigte Überstunden zum Nulltarif. «Für die Arbeitgeber rechnet sich das. Sie sparen jährlich zweistellige Milliardenbeträge an Lohnkosten.»

Düsseldorf Eine hoffnungsvolle Zusammenarbeit endete mit einem dünnen Satz. „Melanie Köhler verlässt auf eigenen Wunsch das Unternehmen, um ihre berufliche und persönliche Entwicklung außerhalb der Schwarz-Gruppe weiterzuverfolgen“, heißt es in einer internen Mitteilung von Europas größtem Einzelhändler an die Mitarbeiter. Die Mitteilung, die dem Handelsblatt vorliegt, beendet zugleich die Spekulationen, wer auf den 73-jährigen Klaus Gehrig an der Spitze der Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland nachfolgen dürfte. Der Weg scheint jetzt frei für seinen Stellvertreter Gerd Chrzanowski, 49. 30-jährige Topmanagerin Köhler wurde intern immer wieder als Konkurrentin genannt, die Chrzanowski noch ausstechen könnte. Doch die Auswirkungen, die Köhlers Ausscheiden auf das ganze Unternehmen haben dürfte, gehen deutlich weiter.

Prominent besetzte Gruppe sorgt für Aufmerksamkeit "Die Vielfalt der Spieler*innen auf dem Platz und bei den Menschen, die sich für den Fußball begeistern, spiegelt sich nicht in seinen Führungsgremien wider", heißt es in einem Positionspapier, das Almuth Schult (Torhüterin beim VfL Wolfsburg), Bibiana Steinhaus (Schiedsrichterin), Claudia Neumann (ZDF-Kommentatorin), Gaby Papenburg (Präsidentschaftskandidatin für den Berliner Fußball-Verband), Helen Breit (Vorsitzende der Fanorganisation "Unsere Kurve"), Jana Bernhard (Geschäftsführerin der Sponsorenvereinigung S20), Katja Kraus (Geschäftsführerin Jung von Matt Sports), Katharina Kiel (Geschäftsführerin talentzone) und Sandra Schwedler (Aufsichtsratsvorsitzende FC St. Pauli) gezeichnet haben.

Der wirtschaftliche und kulturelle Nutzen gemischtgeschlechtlicher Teams ist in der Arbeitswelt hinlänglich nachgewiesen. Zudem hat der Fußball als gesellschaftlicher Impulsgeber die Aufgabe, seiner sozialen Verantwortung gerecht zu warden - Auszug aus dem PositionspapierFrauen im Sport Management. NOFV-Präsident Hermann Winkler fordert mehr Frauen im DFB-Präsidium Hannelore Ratzeburg ist derzeit die einzige Frau im DFB-Präsidium

Sexismus in der Finanzbranche: Von Frauenquoten und Zombies, Autor Oliver Pradetto ist Geschäftsführer des Maklerpools Blau Direkt. „Es gibt Berufe, in denen nur wenige Frauen zu finden sind. Doch davon ist die Versicherungsbranche insgesamt weit entfernt. Rund die Hälfte aller Mitarbeiter in der Versicherungsbranche ist weiblich und dennoch schaffen es nur zwei Prozent in die obersten Führungspositionen ihrer Unternehmen. Kann das wirklich nur am Kinderkriegen liegen? Liegt das wirklich nur daran, dass Frauen karriereunwillig sind?“

Vorstände gendern nicht gern – lieber Thema sprachlich umschiffen . Auch in deutschen Beiträgen dominierte die Vermeidungsstrategie. In 68 der untersuchten 123 Texte haben die Vorstände das Thema durch Ausdrücke wie „wir“, „Team“ oder „Menschen“ umschifft. 16 Texte – oder 13 Prozent – verwendeten das generische Maskulinum. In 39 Beiträgen – 32 Prozent – wurde dagegen gegendert. Dazu zählt die Studie etwa Formulierungen mit „und“ (etwa „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, 19 Texte), mit einem Doppelpunkt (Mitarbeiter:innen, 8) mit Sternchen (6) oder mit „Innen“ (5).

Erste eigen Talkshow in youtube von Dr. Thomas Sattelberger MdB und seinen Gästen. Diskussion um Veränderung, Innovation, Digitalisierung und Politik. Er stellt 12 Thesen vor. Sehr spannend und unterhaltsam. (Ein Beispiel, wie man ausserhalb der klassischen Medien seine Meinung unterbringt). (Portrait Sattelberger in "hall of fame")

Melde Dich hier an und erhalte eine Mail, sobald es einen neuen Beitrag auf EWMD-Society.org gibt. So bist Du immer auf dem neusten Stand!

Wir senden keinen Spam! Mehr in unserer Datenschutzerklärung

Mehr lesen:

Weekly #32 August

Weekly #32 August

# weekly 27 Juli

# weekly 27 Juli

# weekly 26 Juli

# weekly 26 Juli

Weekly # 25 Wahlkampf

Weekly # 25 Wahlkampf