04/06/2021

Weekly # 22 Juni


Anfang Juni - und immer noch geht es um die Quote, viel zu enger Blick. Immer noch Aufschreie wegen der Quote in den Unternehmen - BDI etc. Wissenschaftler fragen: Wer verursacht Klimaschäden und wer zahlt? Überall Personalabbau in den Konzernen, die Pandemie ist der Auslöser für die Digitalisierung. 

Capital: „Deutschland hat sich viel zu lang in diese Quotendiskussion verbissen“ Nach langem Streit hat sich die Koalition auf eine Frauenquote in Vorständen großer Unternehmen verständigt. Wiebke Ankersen von der Allbright-Stiftung kritisiert die Diskussion in Deutschland, die am Kern des Problems vorbeigehe. Es gibt schon seit 2012 mehr weibliche BWL-Absolventen als männliche. Die starten auch in den Unternehmen, kommen aber nicht oben an. Würden wirklich die Qualifiziertesten und Talentiertesten gefördert und in die wichtigsten Entscheidungspositionen gebracht, würden die Vorstände automatisch ganz anders aussehen: nämlich sehr viel diverser. Nein, da geschieht etwas Anderes ...

Capital Helden in Not? Die Angst der Männer vor Gleichstellung
Warum arbeiten wir uns an den immer gleichen Fragen der Frauenförderung ab? Schauen wir lieber, warum sich viele Männer mit der Gleichstellung schwertun. Martina Lackner hat sie einer tiefenpsychologischen Untersuchung unterzogen. Gastkommentar von Martina Lackner

Die Beharrer BDI und BDA

Frauenquote für Vorstände sorgt auch für Kopfschütteln. Die Frauenquote auch für Vorstände sorgt bei den Unternehmen aber für Kopfschütteln. Der Industrieverband BDI bezeichnete sie als Herausforderung, der Arbeitgeberverband BDA erklärte, sie greife “in verfassungsrechtlich fragwürdiger Weise in das Unternehmensgefüge ein”. “Wenn entsprechende Kandidaten oder Kandidatinnen nicht vorhanden sind oder nicht bereit, eine entsprechende Position zu übernehmen, so kann eine gesellschaftlich und vor allem von den Unternehmen gewünschte Entwicklung nicht per Gesetz erzwungen werden”, betonte der BDA.

Studie Chefsache in She-Works
Zitat „„Für mehr Chancengerechtigkeit und Diversität ist eine inklusive Unternehmenskultur unerlässlich. Damit sich Diversität auf den Unternehmenserfolg auswirken kann, müssen sich Mitarbeitende, gerade wenn sie eine andere Meinung und einen anderen Blickwinkel haben, in ihrem Arbeitsumfeld akzeptiert und fair behandelt fühlen“, sagt Julia Sperling von McKinsey.“

Starke Frauen TV Serie 3SAT

….. mittlerweile hat sich Jolanda Spiess-Hegglin komplett aus der Politik zurückgezogen und den Verein Netzcourage gegründet, der sich gegen Hass im Internet einsetzt. Parallel zu Spiess-Hegglins Geschichte wird diejenige der Österreichischen Politikerin Sigrid Maurer und der Deutschen Aktivistin Anne Wizorek erzählt. Sigi Maurer veröffentlichte Namen und Adresse eines Mannes in den Sozialen Medien, der sie online sexuell belästigte, und wurde dafür wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts und Kreditschädigung verurteilt. Erst vor Kurzem wurde sie in zweiter Instanz freigesprochen. Anne Wizorek lancierte 2013 den Hashtag #Aufschrei - ein Vorläufer von #MeToo - und hatte deswegen mit öffentlichen Anfeindungen zu kämpfen. Wir leben heute in einer angeblich gleichberechtigten Welt. Am Mittwoch (2.6.2021) wurde um 21:00 Uhr "Starke Frauen" im TV gezeigt. Wenn Sie die Porträtreihe bei 3sat nicht sehen konnten, die Episode 2 ("Frauen und Medien") dennoch sehen wollen: Schauen Sie doch mal in der 3sat-Mediathek vorbei.

Personalie: AUDI Hildegard Wortmann -The European
Ich bin überzeugt, dass Diversität unabdingbar ist für den wirtschaftlichen Erfolg und die Innovationskraft eines Unternehmens”, sagt Hildegard Wortmann, Mitglied des Vorstands der AUDI AG für Vertrieb und Marketing, im Interview mit The European

Menopause – ein Wirtschaftsthem in UK

Wechseljahre sind Privatsache? In Großbritannien sind Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Depressionen der Mitarbeiterinnen nun auch konjunkturell relevant. Unzureichende Aufmerksamkeit in dieser Lebensphase am Arbeitsplatz kann sogar ein Gesetzesverstoß sein. (Wenn man im Netz danach sucht – kommen viele Beiträge der Regierung – ein Thema seit Jahren.) 2020 HR-magazin UK : menopause in the workplace should be the norm

NSH Beitrag in 2021: Menopause and the workplace

Krise kostet 126 Millionen Jobs weltweit – Trendanalyse ZDF Tagessschau: Die Corona-Krise wirkt sich laut den UN verheerend auf die Arbeitsmärkte weltweit aus. In diesem Jahr seien 100 Millionen Vollzeitjobs weggefallen, in 2022 würden es noch einmal 26 Millionen werden, so die Weltarbeitsorganisation ILO.

Personalabbau – auch Führungskräfte bei Telekom, Daimler, TUI, Airbus etc.
Mitarbeiter landen im „Beamten-Guantanamo“: Mit welchen Mitteln Telekom & Co. ihre Angestellten loswerden wollen. 

Klimaschutz – Verursacher zahlen nicht die Rechnung - Handelsblatt

Luftverschmutzung, Überdüngung, Plastikmüll: Erstmals zeigt eine Studie, wie viele Milliarden Deutschland durch Umweltzerstörung verliert Wirtschaftliche Aktivitäten verursachen Folgekosten für die Gesellschaft von mehr als 13 Prozent des BIP. Abhilfe könnte eine verursachergerechte Besteuerung bringen. Der Verbrauch von natürlichen Ressourcen, die Belastung der Umwelt mit Schadstoffen und die Emission von CO2 belasten die Gesellschaft jährlich mit Kosten in Höhe dreistelliger Milliardenbeträge. Ein Konsortium aus mehr als 25 wissenschaftlichen Partnern empfiehlt der Politik, sich diese Kosten durch eine „nachhaltige Steuerreform“ zurückzuholen.

Klimaschutz – Forscher sehen Handlungsbedarf bei der Politik: Energiezukunft.eu
Umweltsteuern statt schädlicher Subventionen

Die jährlichen Folgekosten schätzen die Experten auf 455 bis 671 Milliarden Euro. „Diese Umwelt- und Gesundheitsschäden werden letztlich von allen getragen – wir machen diesen Verlust unseres Wohlstands nun erstmals in konkreten Euros sichtbar“, sagt Matthias Kalkuhl vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC.

Die Ariadne-Fachleute zeigen vier konkrete Handlungsfelder auf, um Wirtschaft und Gesellschaft gezielt und gerecht zu mehr nachhaltigem Handeln zu lenken.

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