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12/06/2021

Weekly # 23 – Bundestag tagte


Was war diese Woche los: Der Bundestag hat lange Sitzungen gehabt und folgende Gesetze verabschiedet, die sowohl für Frauen, als auch für Unternehmen Auswirkungen haben: Das Führungspositionengesetz, Gewalt gegen Frauen, das Lieferkettengesetz.
Peronalien: Digitalverständin bei der Bahn: Daniela Gerd tom Markotten, Interview mit Margret Schukale,
Klima und Umwelt: Müll in Java  International:  Apple Mitarbeiter wollen im Home-Office bleiben, Hybride Modelle – Lösungen für die Zeit nach Covid19, Finlands Ministerpräsidentin unter Beschuss.

DLF – Führungspositionengesetz ist durch den Bundestag verabschiedet

In Vorständen großer börsennotierter Unternehmen in Deutschland muss ab einer Größe von vier Mitgliedern künftig mindestens eine Frau vertreten sein. Mit den Stimmen der Koalition verabschiedete der Bundestag das sogenannte zweite Führungspositionengesetz. Das Gesetz betrifft börsennotierte und zugleich paritätisch mitbestimmte Unternehmen der Privatwirtschaft mit mehr als 2.000 Beschäftigten. Laut Bundesregierung sind etwa 70 Unternehmen betroffen, von denen aktuell 30 keine Frau im Vorstand haben.

Allbright Stiftung Interview mit Dr. Wiebke Ankersen im Deutschlandfunk
Die neue Frauenquote für ausgewählte Großunternehmen in Deutschland steht auch für einen veränderten Diskurs. Reine Männermannschaften sind hierzulande nicht mehr normal, sagt Wiebke Ankersen von der Allbright-Stiftung. Sie sagt: „die Rollenaufteilung mit der Frau als Nebenverdienerin und dem Mann als Hauptverdiener sei typisch in Deutschland und hierzulande überaus weit verbreitet. Vom Staat werde das Prinzip durch das Ehegattensplitting noch gefördert.“

Deutsche Bundestag zum Führungspositionengesetz-dazu FidAR -Monika Schulz-Strelow: Der Bundestag sagt JA zum neuen Führungspositionen Gesetz!  (publiziert auf linkedin, follow FidAR) FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow begrüßt den eingeschlagenen Weg. Denn das Gesetz geht über die Vorstandsquote für die Privatwirtschaft hinaus und hat einen weitaus größeren Wirkungskreis als auf den ersten Blick ersichtlich.

Die Eckpunkte des Gesetzes:
🔸 ein Mindestbeteiligungsgebot von einer Frau und einem Mann in Vorständen für börsennotierte und voll mitbestimmte Unternehmen, für öffentliche Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes und für Sozialversicherungsträger
🔸 eine Ausweitung der festen Geschlechterquote von 30 Prozent auf die Aufsichtsgremien öffentlicher Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes 
🔸 eine Begründungspflicht bei Zielgröße Null mit entsprechenden Berichtspflichten und wirksameren Sanktionen, für alle börsennotierten oder mitbestimmten privaten und öffentlichen Unternehmen
🔸 Vorstände können ihr Mandat bei Mutterschutz, Elternzeit, Pflege oder Krankheit künftig vorübergehend niederlegen.
Das #FüPoGII muss noch den Bundesrat passieren. Die letzte Sitzung vor der Sommerpause findet am 25.6. statt
#Gleichstellung #FraueninFührung #Diversity#Stayonboar

Deutscher Bundestag 10. Juni 2021
Thema Gewalt gegen Frauen

Bisher ist das Frauenhaus-Thema Ländersache. Der Antrag, dies auf Bundesebene zu regeln, wurde zurückgewiesen. Der Runde Tisch war nicht so effektiv, wie er hätte sein können. Anträge der FDP, Grünen und Linken wurden abgelehnt. Das Thema wurde in 30 Minuten um 23.00 h nachts besprochen! Den Start macht Gülistan Yüksel der SPD. Nicole Höchst von der AfD redet Klartext und stellt den hohen Anteil von Migrantinnen in den Frauenhäusern dar Bei dem Thema geht es immer noch emotional hoch her – man schreit sich an. (Video). Sylvia Pantel CDU/CSU sieht doch mehr Positives, Vernetzung der freien Plätze. Der Bund stellt demnächst 30 Millionen für Frauenhäuser zur Verfügung. – Die Frage ist aber: Ist das Thema ein Frauenhausthema? Geht es nicht darum, bereits früher an das Thema zu gehen? Bei EWMD Society werden wir das Thema als Event aufgreifen am 14. Juli – 12.h - 13.h diskutieren.

Deutscher Bundestag 11. Juni 2021
Lieferkettengesetz: Schutz der Kinder, Menschen und Umwelt

Wie die Bundesregierung schreibt, würden in Handel und der Produktion regelmäßig grundlegende Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört. Mit dem „Gesetzentwurf über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten“ will sie deutsche Unternehmen deshalb verpflichten, ihrer globalen Verantwortung für die Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards besser nachzukommen.

Tagesschau aktuell : Große Unternehmen in Deutschland werden ab 2023 verpflichtet, gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltverstöße bei ihren Zulieferern vorzugehen

Margret Suckale: "Frauen sollten nicht ständig zum Thema Diversität befragt werden" Frauen sind aber kein „One Trick Pony“. Ich würde gerne mehr Frauen zu anderen Megatrends wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Themen wie Forschung und Entwicklung, Logistik und Finanzierung hören.

Daniela Gerd tom Markotten Ex-Daimler-Managerin soll neue Digitalvorständin der Bahn werden

Die Deutsche Bahn ist bei ihrer Suche nach einer neuen Digitalvorständin offenbar fündig geworden: Die ehemalige Daimler-Managerin Gerd tom Markotten soll Nachfolgerin der an der männlichen Bahn-Spitze verzweifelten Sabina Jeschke werden. (Die 46-Jährige folgt im Konzernvorstand auf Sabina Jeschke (52), die im Februar angekündigt hatte). Ab 2017 war sie Chefin der Mobilitätsplattform Moovel, an der Daimler und BMW beteiligt waren und die inzwischen unter dem Namen Reach Now von der Deutschen Bahn übernommen wurde.

Unser Müll in Java – Südostasien versinkt im Plastikmüll – LeMonde diplomatique

Das Thema hat uns schon Anfang des Jahres beschäftigt, als wir vier Pionierinnen interviewt haben in Wien - zum Thema Plastik im Meer (link). Hier ging es um Analysen der Proben und Bestimmung der Kunststoffe. In dem Beitrag in LeMonde wird mehr über die Hintergründe der Warenströme berichtet - wieso der Kunststoff überhaupt in Java landet. Eindeutig gehört dieses Thema zu den 17 Nachhaltigkeitszielen und steht für Konsum und Verhalten.

Hybrid Working Models McKinsey Report about transparency in the companies towards remote working

Letter to the CEO from Apple – More Remote Working – published in the VERGE



Medium - Finnish Prime Minister Sanna Martin (35) under attack: Breakfastgate – taxpayers in Finland paid her breakfast – is that a crime? Article about moral justments on women in power. About the narrative, that women are the better leaders. 
Warum posten wir diesen Beitrag aus Finnland hier? Weil in jedem Land führende Frauen in den Medien angegriffen werden: Ob es Frau Merkel ist, Frau Baerbock, die Ministerpräsidentin von NewZealand ... es sind die gleichen Muster. Sobald diese Führungsperson sich als Privatperson zeigt, hagelt es Protest. Bei Frauen gelten andere Maßstäbe: Sie muss unfehlbar und unantastbar sein. Haben wir an dem Narrativ selbst gebastelt? Oder stammt es noch aus der Zeit von Königin Elisabeth I, die das als Strategie einsetze?


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