Wohin verändern wir uns? Wird das Lernen durch Covid Bestand haben? Wo stehen wir gerade und wo wollen wir alle gerne hin? Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit Jahren Daniela Nowak aus Köln. Sie ist Organisationsberaterin und unterstützt vor allem Inhaber dabei, loszulassen und der Firma Selbstorganisation zu erlauben. Das hat alles mit Reifegrad der Mitarbeiter zu tun, und mit der Struktur der Firma an sich.
Der Abend hatte einen interaktiven Part haben, wo vier Gruppen für sich an einem Modell arbeiteten und Ihre Erfahrungen austauschten. Anschließend wurde diese Vielfalt an Erfahrung zusammengetragen, damit man die einzelnen Schritte selbst miterleben kann. Zu dieser Methode gehört eindeutig Storytelling mit Gefühlen und inneren Bildern. Gemeinsam arbeiten wir dann weiter an dem Zukunftsbild – wie geht es denn weiter? So ein Prozess im Unternehmen dauert sicherlich mehr als einen Tag, aber als Einstieg ist diese Stunde ein Start.
Unternehmen gestalten unsere Zukunft
In der Vergangenheit haben Unternehmen uns Fortschritt gebracht, wirtschaftlichen Erfolg und höhere Lebenserwartung. Doch seit Jahren kippt die Bilanz: Unternehmen sorgen für Umweltzerstörung, Flüchtlingsströme und massenweise Burn-Outs.
Damit die Gestaltungsmacht der Unternehmen sich erstmals verantwortlich für unsere Zukunft zeigt, braucht es eine Ausrichtung auf neue Werte wie Sinn, Gesundheit und Ganzheit, Selbstverantwortung und Dezentralität. Warum das so ist - wird im Film erklärt.
Daniela Nowak arbeitet mit dem Modell „Spiral Dynamics“. Es ist ein Veränderungsmodell und beschreibt die verschiedenen Stufen der Entwicklung von Menschen und Organisationen. Es ist ein „Erklärmodell,“ eine Visualisation von Prozessen. Dadurch können wir mit Abstand auf unsere eigenen Systeme schauen und verstehen, dass unsere Werte die Konsequenz einer Entwicklung sind, die uns jetzt zu einer Veränderung zwingt.

Was können wir bei EWMD Society davon lernen? Auch wir verspüren den Druck, dass sich etwas ändern muss, viele Strukturen passen einfach nicht mehr zu unserem Leben. Stichworte: Homeoffice – Maria2.0 – Tinyhouse – Vegane Ernährung -fridayforfuture.
Im online Zoom-Treffen am 18. März konnten wir erfahren, in welchen Wertestufen sich heutige Unternehmen befinden und welche Schritte möglich und notwendig sind, um sie auf neue Werte auszurichten.
"Die Ansammlung von Methoden macht noch keine Unternehmenskultur – deshalb fängt alles beim Mindset an". Mit dieser Aufgabe beschäftigt sich Daniela Nowak seit Jahren. Ihre Arbeit an der Unternehmenskultur basiert auf dem Konzept von „Spiral Dynamics“ und der „Integralen Theorie“. Sie ist Beraterin und arbeitet in einem kleinen Team, sie hat ihre Firma Nowcon in Köln.
Unsere neuesten Blogartikel:
September 17, 2026
Politische Arbeit – Parlamentarierin und ParteiMargarete Behm gehörte zu den ersten Frauen, die nach der Einführung des Frauenwahlrechts ab 1918 politische Verantwortung übernahmen. 1919 wurde sie für die Deutsche Demokratische Partei (DDP) in die Weimarer Nationalversammlunggewählt und arbeitete anschließend fast zehn Jahre im Reichstag. Dort konzentrierte sie sich auf Sozialpolitik, insbesondere auf die Verbesserung der Lage von Heimarbeiterinnen und anderen schlecht abgesicherten Berufsgruppen.Sie war eine beharrliche Parlamentarierin, die Gesetzestexte genau prüfte, Änderungsanträge formulierte und immer wieder auf die Lebensrealität arbeitender Frauen hinwies. Zu ihren wichtigsten Erfolgen gehören die Ausweitung der Kranken- und Invalidenversicherung auf Heimarbeiterinnen (1922, „Lex Behm“) sowie das Heimarbeiterlohngesetz von 1923, das Mindestentgelte ermöglichte.Einsatz für Arbeiterinnen – Heimarbeit und konkrete LeistungenBehm war eine der zentralen Stimmen für die Anerkennung und Absicherung der Heimarbeit. Schon vor ihrer politischen Karriere gründete sie den Gewerkverein der Heimarbeiterinnen Deutschlands, der zu einer starken Organisation mit Tausenden Mitgliedern anwuchs. Der Verein bot Leistungen, die es zuvor für Heimarbeiterinnen nicht gab:Rechtsschutz bei Konflikten mit AuftraggebernArbeitslosenunterstützungZuschüsse bei KrankheitWöchnerinnenbeihilfenWeiterbildung und berufliche KurseEinkaufsgenossenschaften zur Senkung der LebenshaltungskostenErholungsheime für gesundheitlich belastete FrauenBehm führte außerdem Lohnverhandlungen mit Unternehmen und setzte sich für verbindliche Lohnlisten ein. Ihre Zeitschrift „Die Heimarbeiterin“ war ein wichtiges Sprachrohr und machte die Probleme der Frauen öffentlich sichtbar.Ihr Hintergrund als LehrerinBevor sie politisch aktiv wurde, arbeitete Margarete Behm viele Jahre als Lehrerin. Sie stammte aus einfachen Verhältnissen, verlor früh ihre Mutter und besuchte später höhere Schulen in Stolp und Berlin. Als Lehrerin an Berliner Gemeindeschulen erlebte sie täglich die Armut vieler Familien und die Abhängigkeit der Frauen von schlecht bezahlter Heimarbeit. Diese Erfahrungen prägten ihr Verständnis von sozialer Ungleichheit und führten sie zu ihrem lebenslangen Engagement für gerechte Arbeitsbedingungen.Ihr Leben mit Margarete WolffZwischen 1910 und 1919 lebte Behm mit ihrer engen Mitarbeiterin Margarete Wolff im „Haus Lehndorf“ in Berlin‑Zehlendorf. Wolff war organisatorisch und politisch eine wichtige Stütze. Gemeinsam planten sie Veranstaltungen, organisierten Vereinsarbeit und unterstützten Frauen in Notlagen. Zeitgenossen beschrieben Behm als warmherzige, überzeugende Rednerin, die bei Versammlungen eine starke Wirkung hatte. Ihr privates Umfeld war eng mit ihrer politischen Arbeit verbunden – das gemeinsame Haus war Treffpunkt, Arbeitsort und Rückzugsraum zugleich.
Juli 31, 2026
* 11.2.1950 † 28.6.2026 Eine analytische Unternehmensberaterin, prägende EWMD‑Moderatorin und internationale Netzwerkerin.Sie ist im Sommer 2026 von uns gegangen. In der EWMD – Hall of Fame soll sie ihren Platz finden. Ein Video mit ihr ganz unten … Beruflicher Werdegang Mathematikerin mit klarem, strukturiertem Denkstil
Juli 31, 2026
Diversität als Governance‑Instrument? Oder eine Mär? Schafft Vielfalt in Führung strukturelle Barrieren gegen Korruption? Eine kritische Auswertung einer breiten Analyse von 26 Ländern. Aufzeichnung von Zoom auf YouTube Für den EWMD Society Lunchtalk haben wir die Studentin der Sozialwissenschaften Annika Ertl eingeladen. Sie ist derzeit
Juli 12, 2026
Anne Brorhilker ist die Frau, die Deutschlands größten Steuerskandal nicht nur verstand, sondern beharrlich aufrollte. Über Jahre kämpfte sie als Oberstaatsanwältin in Köln gegen internationale Finanzakteure, politische Blockaden und strukturelle Hürden – und blieb standhaft, wo andere längst aufgegeben hätten.

"She did it" - der EWMD Podcast
“She did it” - der EWMD Podcast, in dem interessante Frauen mit Simone Lersch über Frauen sprechen, die sie im Laufe ihres Lebens positiv beeinflusst haben. Dabei ist es ganz egal, ob diese Frau die eigene Tante ist oder eine bekannte Persönlichkeit. "She did it" liefert dir viele spannende Geschichten über tolle Frauen, neue Impulse für deinen persönlichen Werdegang und den Mut zu sehen, dass auch du andere inspirieren kannst!
