
EWMD Society - wir diskutieren und tauschen uns aus über Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, weil sich dort die Zukunft entscheidet.
EWMD Society ist ein Projekt des internationalen Netzwerkes "EWMD Germany e.V". Wir veranstalten monatlich einen Dialog auf Zoom und laden ein, neue Ideen zu Gesellschaft und Politik zu diskutieren. Auf diesen Seiten kann man „nachschlagen“ und die Zoom-Aufzeichnungen als YouTube-Video anschauen. Wir haben eine „Hall of Fame“ und stellen dort Frauen und Männer vor, die als Vorbild dienen. Die Seiten sind unser Gedächtnis für Frauen, Themen und Ereignisse.
Die Anmeldung mit Link erfolgt über die EWMD Germany Seite.
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Mehr über EWMD Society erfahrt Ihr hier → Gastgeberinnen der Lunchtalks bei EWMD-Society sind Claudia Schmitz und Kolleginnen
Die nächsten EWMD Society Termine:

EWMD Lunchtal um 12.00 - 13.00 Uhr
Lunchtalk am 30.10.2026 - Fin Talk mit Jennifer Brockerhoff
Lunchtalk am 25.11.2026 - Fin Talk mit Sabine Röltgen zur neuen Aktienrente, die ab 2027 startet.
Mehr Infos gibt es auf unserer Seite Nachschlag. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und später auf YouTube veröffentlicht - und hier.
Anmeldung auf der EWMD Germany Seite
Aktuell: Finanzwende und Anne Brorhilker aktuelles Buch und Hörbuch :
Cum/Ex, Millarden und Moral
Jedes Zoom-Meeting wir aufgezeichnet - zu finden unter Nachschlag oder im EWMD YouTube Kanal
Aktuelles aus der Rubrik "Hall of Fame"
September 17, 2026
Politische Arbeit – Parlamentarierin und ParteiMargarete Behm gehörte zu den ersten Frauen, die nach der Einführung des Frauenwahlrechts ab 1918 politische Verantwortung übernahmen. 1919 wurde sie für die Deutsche Demokratische Partei (DDP) in die Weimarer Nationalversammlunggewählt und arbeitete anschließend fast zehn Jahre im Reichstag. Dort konzentrierte sie sich auf Sozialpolitik, insbesondere auf die Verbesserung der Lage von Heimarbeiterinnen und anderen schlecht abgesicherten Berufsgruppen.Sie war eine beharrliche Parlamentarierin, die Gesetzestexte genau prüfte, Änderungsanträge formulierte und immer wieder auf die Lebensrealität arbeitender Frauen hinwies. Zu ihren wichtigsten Erfolgen gehören die Ausweitung der Kranken- und Invalidenversicherung auf Heimarbeiterinnen (1922, „Lex Behm“) sowie das Heimarbeiterlohngesetz von 1923, das Mindestentgelte ermöglichte.Einsatz für Arbeiterinnen – Heimarbeit und konkrete LeistungenBehm war eine der zentralen Stimmen für die Anerkennung und Absicherung der Heimarbeit. Schon vor ihrer politischen Karriere gründete sie den Gewerkverein der Heimarbeiterinnen Deutschlands, der zu einer starken Organisation mit Tausenden Mitgliedern anwuchs. Der Verein bot Leistungen, die es zuvor für Heimarbeiterinnen nicht gab:Rechtsschutz bei Konflikten mit AuftraggebernArbeitslosenunterstützungZuschüsse bei KrankheitWöchnerinnenbeihilfenWeiterbildung und berufliche KurseEinkaufsgenossenschaften zur Senkung der LebenshaltungskostenErholungsheime für gesundheitlich belastete FrauenBehm führte außerdem Lohnverhandlungen mit Unternehmen und setzte sich für verbindliche Lohnlisten ein. Ihre Zeitschrift „Die Heimarbeiterin“ war ein wichtiges Sprachrohr und machte die Probleme der Frauen öffentlich sichtbar.Ihr Hintergrund als LehrerinBevor sie politisch aktiv wurde, arbeitete Margarete Behm viele Jahre als Lehrerin. Sie stammte aus einfachen Verhältnissen, verlor früh ihre Mutter und besuchte später höhere Schulen in Stolp und Berlin. Als Lehrerin an Berliner Gemeindeschulen erlebte sie täglich die Armut vieler Familien und die Abhängigkeit der Frauen von schlecht bezahlter Heimarbeit. Diese Erfahrungen prägten ihr Verständnis von sozialer Ungleichheit und führten sie zu ihrem lebenslangen Engagement für gerechte Arbeitsbedingungen.Ihr Leben mit Margarete WolffZwischen 1910 und 1919 lebte Behm mit ihrer engen Mitarbeiterin Margarete Wolff im „Haus Lehndorf“ in Berlin‑Zehlendorf. Wolff war organisatorisch und politisch eine wichtige Stütze. Gemeinsam planten sie Veranstaltungen, organisierten Vereinsarbeit und unterstützten Frauen in Notlagen. Zeitgenossen beschrieben Behm als warmherzige, überzeugende Rednerin, die bei Versammlungen eine starke Wirkung hatte. Ihr privates Umfeld war eng mit ihrer politischen Arbeit verbunden – das gemeinsame Haus war Treffpunkt, Arbeitsort und Rückzugsraum zugleich.
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