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31/12/2025

Helga Stödter, Frauenrechtlerin

Helga Stödter (1922–2011) war eine herausragende Persönlichkeit im Bereich der deutschen Jurisprudenz und Frauenrechtsbewegung. Geboren in Berlin und später in Hamburg ansässig, war sie eine Frau von großer Entschlossenheit, Mut und Streitlust. Ihr Leben und Wirken waren von einem klaren Ziel geprägt: die Förderung der Rechte von Frauen und ihre gleichberechtigte Teilhabe an allen Bereichen der Gesellschaft. Nach Ende ihrer Ausbildung setzte sie sich für die Rechte alleinerziehender Mütter und für mehr Frauen in Führungspositionen ein.

Sie machte mit 17 Abitur in Berlin, studierte dann Volkswirtschaft mit Diplom in 1942. Darauf folgte die Promotion in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Parallel dazu begann Stödter ein Jura-Studium, dass sie 1949 mit dem zweiten Staatsexamen abschloss. Nach dem Krieg war sie Pflichtverteidigerin in 295 Fällen und ging 1952 nach London. Hier trat sie in den Auswärtigen Dienst ein, der sie zuletzt als Legationsrätin an die Deutsche Botschaft London führte. Im Jahr 1961 wurde sie als Rechtsanwältin in Hamburg zugelassen. (Quelle Wikipedia)

Besonders in den 1960er Jahren engagierte sich Stödter für eine grundlegende Reform des Familienrechts, um die Stellung der Frau zu verbessern. Sie kämpfte für die gesetzliche Absicherung alleinerziehender Frauen und nichtehelicher Kinder und war maßgeblich an der Reform des Scheidungsrechts beteiligt. Ein bedeutender Meilenstein ihrer Arbeit war die Einführung der Unterhaltsvorschusskasse, ein wegweisendes Hamburger Modell, das bis heute in der Bundesrepublik Deutschland Bestand hat.

Stödter träumte von einer Gesellschaft, in der Frauen und Männer gemeinsam und auf Augenhöhe die wichtigen Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Kultur treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, gründete sie die Helga Stödter-Stiftung. Schon in den 1980er Jahren war sie überzeugt, dass eine Vielfalt an Perspektiven auf den Chefetagen erfolgreicher, stärker und innovativer macht. 2007 wurde der Stiftungszweck überarbeitet mit dem Ziel, Mixed Leadership als Standard in Unternehmen und in anderen Institutionen zu etablieren

Ihre akademische Laufbahn begann Stödter mit einem Studium der Auslands- und Zeitungswissenschaften sowie Volkswirtschaft an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin und später an der Universität Tübingen. Sie erlangte einen Abschluss in Volkswirtschaft und wurde im Fachbereich der Jurisprudenz Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet sie unmittelbar in den Fokus der französischen Besatzungsmacht und übernahm als Pflichtverteidigerin eine wichtige Rolle vor dem Tribunal général im Rastatter Schloss. (Film dazu

Frauennetzwerke
Ihre Leidenschaft für die Gleichberechtigung führte sie dazu, 1984 am Aufbau des European Women’s Management Development Network (EWMD) teilzunehmen und in Deutschland die ersten Strukturen zu schaffen. Ihr Schwerpunkt lag in Deutschland und Hamburg. Sie gründete die Vereinigung für Frauen im Management (FIM), um weibliche Führungskräfte in Deutschland zu vernetzen und ihre beruflichen Chancen zu stärken.

Stödters Engagement und Wirken wurden durch zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen gewürdigt, darunter der „She made a difference“ Award von EWMD International im Jahr 2004. Ihr Erbe lebt weiter durch den „Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg“, der seit 2014 jährlich Unternehmen für ihre Bemühungen um gemischte Führungsstrukturen würdigt.

Ihr Einfluss auf die Frauenbewegung und das Streben nach Gleichberechtigung ist unbestreitbar. Ihr Porträt und Erbe werden in Erinnerung bleiben, nicht nur durch ihre persönliche Hingabe, sondern auch durch die Institutionen und Initiativen, die sie ins Leben gerufen hat und die weiterhin für ihre Vision einer gerechteren und inklusiveren Gesellschaft kämpfen.

Quellen:  WikepediaBismark StiftungHelga-Stödter Stiftung

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