der Jahresauftakt 2026 steht vor der Tür – und wir möchten ihn mit einem Lunchtalk beginnen, der bewusst dorthin schaut, wo wir herkommen, und dorthin, wo wir als Gesellschaft, als Organisationen und als Frauen in Führung unterwegs sind.
Am 14. Januar begrüßen wir Prof. Dr. Michel E. Domsch (em.), dessen Arbeiten viele von uns seit den 1990er‑Jahren begleiten. Seine Themenvielfalt ist beeindruckend: von Auslandseinsätzen über Mitarbeiterbefragungen, Arbeitszeitflexibilisierung, alternative Laufbahnen, Organisationskulturen, Change Management, Cross Mentoring bis hin zu Gender/Age & Diversity und Dual Career Couples. Vieles davon hat die Diskussionen in Unternehmen und Wissenschaft geprägt – manches wurde weiterentwickelt, anderes ist fast verschwunden. Genau dort möchten wir ansetzen. Mehr zur Person auf EWMD Hall of Fame.
Was ist aus den damaligen Impulsen geworden? Wer hat sie weitergeführt – und warum tun sich manche Entwicklungen so schwer?
Unsere Perspektive bleibt dabei bewusst soziologisch: Was prägt eine Gesellschaft, welche Auslöser verändern Systeme, und warum geraten manche Gruppen ins Hintertreffen?
Der Lunchtalk knüpft an unseren Jahresauftakt 2025 mit Prof. Jutta Allmendinger an („Geschlechtergerechtigkeit – es geht nur gemeinsam“). Auch diesmal geht es um die großen Linien: Gender, Age, Diversity, Dual Career Couples – und um die Frage, wie Organisationen heute mit diesen Themen umgehen.
Besonders relevant für uns als EWMD:
Unser eigenes Strategiepapier DOUBLE, das die Doppelbelastungen von Frauen sichtbar macht – Care-Arbeit, Ehrenamt, Beruf, Führung – und die Gefahr, dass Self‑Care dabei unter die Räder kommt. Die Themen von Prof. Domsch berühren genau diese Schnittstellen.
Gemeinsam möchten wir diskutieren:
- Schließt sich das Fenster der Opportunity?
In den USA wird DEI zurückgefahren, deutsche Unternehmen ziehen teilweise nach. Was bedeutet das für uns? - Wo entstehen Gegenbewegungen?
Welche Entwicklungen geben Anlass zur Zuversicht? - Was brauchen Unternehmen wirklich, um Vielfalt, Gleichstellung und nachhaltige Personalentwicklung nicht als Trend, sondern als Zukunftsstrategie zu begreifen?
- Wie können wir als EWMD dazu beitragen, dass wichtige Impulse nicht verloren gehen?
Wir freuen uns auf einen inspirierenden, ehrlichen und zukunftsgerichteten Austausch – mit einer Persönlichkeit, die die Debatten über Jahrzehnte geprägt hat und dessen Perspektive uns helft, die nächsten Schritte klarer zu sehen.
Claudia & Brigitte
