Sie dachte Organisationen als soziale Systeme, erfand „Power-with“, prägte Win‑Win‑Konfliktlösung und gilt heute als heimliche Quelle agiler,

Read More

Politische Arbeit – Parlamentarierin und ParteiMargarete Behm gehörte zu den ersten Frauen, die nach der Einführung des Frauenwahlrechts ab 1918 politische Verantwortung übernahmen. 1919 wurde sie für die Deutsche Demokratische Partei (DDP) in die Weimarer Nationalversammlunggewählt und arbeitete anschließend fast zehn Jahre im Reichstag. Dort konzentrierte sie sich auf Sozialpolitik, insbesondere auf die Verbesserung der Lage von Heimarbeiterinnen und anderen schlecht abgesicherten Berufsgruppen.Sie war eine beharrliche Parlamentarierin, die Gesetzestexte genau prüfte, Änderungsanträge formulierte und immer wieder auf die Lebensrealität arbeitender Frauen hinwies. Zu ihren wichtigsten Erfolgen gehören die Ausweitung der Kranken- und Invalidenversicherung auf Heimarbeiterinnen (1922, „Lex Behm“) sowie das Heimarbeiterlohngesetz von 1923, das Mindestentgelte ermöglichte.Einsatz für Arbeiterinnen – Heimarbeit und konkrete LeistungenBehm war eine der zentralen Stimmen für die Anerkennung und Absicherung der Heimarbeit. Schon vor ihrer politischen Karriere gründete sie den Gewerkverein der Heimarbeiterinnen Deutschlands, der zu einer starken Organisation mit Tausenden Mitgliedern anwuchs. Der Verein bot Leistungen, die es zuvor für Heimarbeiterinnen nicht gab:Rechtsschutz bei Konflikten mit AuftraggebernArbeitslosenunterstützungZuschüsse bei KrankheitWöchnerinnenbeihilfenWeiterbildung und berufliche KurseEinkaufsgenossenschaften zur Senkung der LebenshaltungskostenErholungsheime für gesundheitlich belastete FrauenBehm führte außerdem Lohnverhandlungen mit Unternehmen und setzte sich für verbindliche Lohnlisten ein. Ihre Zeitschrift „Die Heimarbeiterin“ war ein wichtiges Sprachrohr und machte die Probleme der Frauen öffentlich sichtbar.Ihr Hintergrund als LehrerinBevor sie politisch aktiv wurde, arbeitete Margarete Behm viele Jahre als Lehrerin. Sie stammte aus einfachen Verhältnissen, verlor früh ihre Mutter und besuchte später höhere Schulen in Stolp und Berlin. Als Lehrerin an Berliner Gemeindeschulen erlebte sie täglich die Armut vieler Familien und die Abhängigkeit der Frauen von schlecht bezahlter Heimarbeit. Diese Erfahrungen prägten ihr Verständnis von sozialer Ungleichheit und führten sie zu ihrem lebenslangen Engagement für gerechte Arbeitsbedingungen.Ihr Leben mit Margarete WolffZwischen 1910 und 1919 lebte Behm mit ihrer engen Mitarbeiterin Margarete Wolff im „Haus Lehndorf“ in Berlin‑Zehlendorf. Wolff war organisatorisch und politisch eine wichtige Stütze. Gemeinsam planten sie Veranstaltungen, organisierten Vereinsarbeit und unterstützten Frauen in Notlagen. Zeitgenossen beschrieben Behm als warmherzige, überzeugende Rednerin, die bei Versammlungen eine starke Wirkung hatte. Ihr privates Umfeld war eng mit ihrer politischen Arbeit verbunden – das gemeinsame Haus war Treffpunkt, Arbeitsort und Rückzugsraum zugleich.

Read More

Wechseljahre sind keine Krankheit Beim EWMD‑Lunchtalk am 16.09.2026 entstand folgendes Video - jetzt auf YouTubeWir sprechen über

Read More

 * 11.2.1950   †  28.6.2026 Eine analytische Unternehmensberaterin, prägende EWMD‑Moderatorin und internationale Netzwerkerin.Sie ist im Sommer 2026 von uns gegangen. In der EWMD

Read More

Diversität als Governance‑Instrument? Oder eine Mär? Schafft Vielfalt in Führung strukturelle Barrieren gegen Korruption? Eine kritische Auswertung einer breiten Analyse

Read More

Anne Brorhilker ist die Frau, die Deutschlands größten Steuerskandal nicht nur verstand, sondern beharrlich aufrollte. Über Jahre

Read More