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13/04/2021

Working with Artificial Intelligence (AI)- Arbeiten mit Künstlicher Intelligenz (KI)


Online Veranstaltung EWMD Wien am 11. Februar 2021 – moderiert und organisiert von Susanne Schwanzer
mit Teilnehmern aus dem EWMD-Peer-Group-Online-Kurs: "Elements of AI" der Universität Helsinki.  

Nach dem herzlichen Welcome von Susanne Schwanzer von EWMD Wien stellt Claudia Schmitz kurz vor, was alles zu AI gehört und warum es geht. Danach kommen drei Referentinnen aus dem EWMD Netzwerk, aus verschiedenen Branchen und berichten aus der Praxis: Wasseranalysen im Trinkwasser/Abwasser mit AI, Chatbots bei der Personalsuche, Kreditanträge auf Datenbasis mit AI und die Konsequenzen, wenn die Daten unvollständig sind, ein Bericht aus der Bankenwelt. Der Schluss ist das Erlebnis - Sophie - die KI Maschine zu erleben. (video ganz unten) Der rote Button führt zur Aufzeichnung mit Sprungmarken ... 

Claudia Schmitz:  Was ist Künstliche Intelligenz (KI)?

Künstlicher Intelligenz basiert immer auf Mathematik, einem Algorithmus, in einem Computersystem. Dieses analysiert viele Daten und organisiert sie nach Suchkriterien (Clustern). Man unterscheidet zwischen schwacher KI (gibt es bereits), und starker KI, auch zukünftige KI genannt. Es gibt verschiedene Arten von KI, die wie Neuronale Netzwerke (wie unser Gehirn) aufgebaut sind. Hier unterscheidet man in NN (Neuron Network) oder RNN (Recurrent Neuron Network). AI erkennt Bild, Ton und Text. Wer tiefer einsteigen will: Hier in Überblick in 5 min. von Raj Ramesh - Video Sprungmarke bei 5:18:  Claudia Schmitz “5 Minuten AI” 


Silvia Ondrus : Ab-/Wasserwirtschaft : Der Einsatz von KI zur Identifizierung von Viren im Abwasser

Anhand von KI können alle Daten aus dem Ab-Wasser zusammengefasst und analysiert werden. Durch die Analyse der Daten kann dann eine Steuerung erfolgen, die die Belastung des Wassers reduziert. Die Systeme analysieren derzeit etwa 140.000.000 verschiedenen Substanzen in unserem Wasser, wovon jedoch nur 30.000 relevant sin, bzw. beobachtet werden müssen. Das Ziel der Städte (und Kläranlagen, Wasserversorger) ist es, all diese nicht relevanten Substanzen im Wasser abzubauen oder auszufiltern. Bestimmte Stoffe wie Medikamente und Hormone sind derzeit noch nicht abbaubar. Das Einsetzten von KI soll dieses Problem lösen und zur schnelleren Erreichung des Ziels führen. Auch in der aktuellen Situation mit Covid 19 bringt der Einsatz von KI im Abwasser Vorteile. Da der Corona Virus bereits vor einem Ausbruch beim Menschen im Abwasser nachweisbar ist, könnten diese ersten Signale früh erkannt werden. Allerdings bedarf es hier noch einer Vernetzung mit den Gesundheitsämtern, so dass die erfassten Daten schnell gezielt in Warnung und. Maßnahmen umgesetzt werden könnte – z.B. für frühere Clustererkennung. Video Sprungmarke bei 11.25: Silvia Ondrus “KI und Abwasser - Spiegel der Gesellschaft”

Ursula Böhle : Chatbots

Was ist ein Chatbot? Ein Chatbot ist ein digitaler Assistent, der im 1:1 Kontakt mit dem Menschen steht und über Kurznachrichten kommuniziert (Textfelder). Es gibt zwei Arten dies zu tun: Zum einen basiert die Technik auf dem Natural-language-Processing oder auf einem vorstrukturierten Entscheidungsbaum. Der Chatbot „weiß“ die Antwort anhand von standardisierten Datensätzen, eigenen historischen Daten und vor allem aufgrund von Feedback der Nutzerinnen und Nutzer. Chatbots werden in unterschiedlichen Weisen auch in Unternehmen eingesetzt: Da sind zunächst häufig gestellte Fragen im Intranet. Oder auch die Erfassnung und Verarbeitung von Bewerbungen. Bei diesen Verfahren wird kein Lebenslauf mehr eingegeben, sondern die notwendigen Informationen werden gezielt abgefragt. Dieses Prinzip wird beispielsweise von Mc Donalds angewendet. Somit können Chatbots viele Prozesse vereinfachen. Im Moment ist die Frage von Datenschutz bei dieser Nutzung von KI aber sehr umstritten. Video Sprungmarke bei 27.55

Carmen Niethammer: Artificial Intelligence, Gender and Banking

AI ist in dreierlei Hinsicht wichtig für Banken: direkter Kund*innendienst, Betrugsbekämpfung, Entscheidungsprozesse bei Darlehensbewilligung

Das Problem von AI in den Banken:

Historisch werden Kund*innenprofile von z.B. Ehepaaren so angelegt, dass die Kreditwürdigkeit auf den Mann läuft (weil er z.B. die Stromrechnung im gemeinsamen Haus zahlt). Die Ehefrau/Partnerin ist oft gar nicht hinterlegt. Wenn die Frau nun aber alleine einen Kredit beantragen will (etwa nach einer Trennung), dann gibt es Probleme. Solange man sich persönlich kennt, kann man das besprechen. Funktioniert die Kreditbewilligung bei kleineren Summen nun aber automatisiert, dann passiert bei AI gesteuerter Analyse folgendes: Frauen fliegen raus. Die Software findet keine regelmäßigen Zahlungen aus der Vergangenheit – und das bedeutet: Diese Person ist nicht kreditwürdig. Durch die Übertragung der alten Daten auf das neue System wird die bisher verdeckte Diskriminierung gegen Frauen sofort sichtbar. Das ist ein großes Thema in Banken.  

Perspektiven von AI in den Banken:

Frauen sind in den meisten Fällen sogar bessere Kunden als Männer, da sie mehr kaufen, schneller bezahlen, verlässlicher Kredite bedienen etc. Das ist statistisch bereits alles nachweisbar. Nun muss das noch auf die AI programmiert werden. Denn damit hätten Banken mehr/neue, sichere Kundinnen – und die Frauen mehr Spielräume für Kredite. 

Zusammengefasst muss also die Datenstruktur ausgebessert werden, um die Bias zu überwinden.
Video Sprungmarke bei 41.54

Zusammenfassung des Abends

Künstliche Intelligenz findet sich bereits in vielen Bereichen unseres täglichen Lebens, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Da die enthaltenen Algorithmen teilweise auf historischen Daten zurückgreifen, wird in einigen Bereichen die Benachteiligung der Frauen über diese hinterlegten Daten weiter fortgeführt.  Frauen sollten sich daher in der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz einbringen, um weitere Nachteile zu vermeiden. Die Informationen, die wir durch KI erlangen, noch gezielter genutzt werden.
Video Sprungmarke bei 1.10.57: Offene Diskussion mit philosophischer Abschlussfrage und Erlebnis: KI-System "Sophia"

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